Von Connect Box zu FRITZ!Box 6591: Ein Erfahrungsbericht zur Netzwerkoptimierung

David Vierkötter am 13.04.2021 | Beitrags-ID: 5 0 Kommentare

Als "Vodafone" (ehem. Unitymedia) - Kunde nutzte ich die damals von Unitymedia angebotene "Connect Box" mehrere Jahre. Für den normalen Hausgebrauch ist das Gerät, dank der automatischen Einwahl und Konfiguration, auch gut geeignet gewesen.

Vorwort: Unitymedia vergab an Neukunden automatisch einen DS-Light-Anschluss. Bedeutet: keine native IPV4-Adresse. Das sorgte bei mir immer wieder für größere Probleme, die ich nach Rücksprache mit Unitymedia auch beheben lassen konnte = Wechsel auf Dual Stack!

Wer meine private Infrastruktur kennt, weiß dass das nichts mehr mit einem handelsüblichem Netzwerk zutun hat. Es befinden sich zum aktuellen Stand 165 netzwerkfähige Geräte in meinem Netzwerk, darunter einen ESXi-Server mit insgesamt 14 virtuellen Maschinen, sämtliche Smart-Home-Geräte, der Smart-Mirror mit 2 Raspberrys, Fernseher, Smartphones, Tablets, Haushaltsgeräte, Freifunk, Repeater und sonstigem "Kram".

Damit scheint die Connect Box jedoch nicht zurecht zu kommen und ich kann leider nur schätzen woran es liegt, denn: Aufgrund der katastrophalen Administrierbarkeit (DAU-Gerät) der "Connect Box" gibt es keine Logfiles!

Das Problem war folgendes: Teilweise bekamen Geräte keine IP-Adressen vom DHCP mehr, teilweise konnten DNS-Anfragen nicht aufgelöst werden. Teilweise brach der Netzwerkverkehr mittendrin ab. 

Woran das liegt, kann ich nicht nachvollziehen, da wie erwähnt, die Connect Box keinerlei Möglichkeit bietet, den Netzwerkverkehr zu reproduzieren. Mein Gedanke war also ganz simpel: Die Connect Box ist mit der Anzahl der Geräte überfordert. 

Nächster Gedankengang: DHCP und DNS auslagern! 2 virtuelle ESXi-Maschinen betreiben vor allen schon einen eigenständigen DNS und DHCP. Aber: den DHCP-Dienst kann ich für IPV4 in der "Connect Box" zwar deaktivieren, den für IPV6 aber nicht. Auch den Default-DNS kann ich nicht umleiten. Es gibt schlichtweg keine Option dafür! Auch der Dualbetrieb vom Wlan im Frequenzbereich von 2.4Ghz und 5GHz scheint immer wieder für Unterbrechungen zu sorgen.

Was mich sonst noch störte:

  • Keine DECT-Basis! 
  • Portfreigaben für IPv4? Nix da!
  • VPN? Kannste knicken.
  • USB? Nö.
  • AB oder Fax? Hahaha...

Also musste jetzt endlich mal was gescheites her: Die "FRITZ!Box 6591".

Die "Connect Box" vom Netz genommen, Fritzbox angeklemmt, SSIDs für beide Wlan-Frequenzen eingestellt, DNS und DHCP konfiguriert, unterschiedliche Telefonnummern auf die Gigaset-Geräte verteilt und siehe da: Das Netzwerk funktioniert absolut problemlos! Vollständig administrierbar und nachvollziehbar!

Wie schon erwähnt: Für den DAU, ist das Gerät optimal geeignet, für mehr aber auch nicht.

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